Schach am Seewoog

Schach am Seewoog

Am Sonntag, 28. Juni, fand die Veranstaltung „Schach am Seewoog“ von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Trotz Temperaturen über 30 °C wurde ausgiebig geblitzt.

Ein Besucher aus den USA, der dem Geschehen zusah, war so begeistert, dass er fragte, ob er das Spiel lernen könne. Der erste Vorsitzende, Werner Weller, nahm die Anfrage gern an. Er erklärte die Grundregeln, zeigte erste Taktiken und praktische Tricks für Einsteiger.

Zunächst blitzte praktisch „jeder gegen jeden“. Anschließend bildeten sich Teams aus jeweils zwei Spielern, die dann im Team-Blitz gegeneinander antraten. Dabei war die Spielweise ungewöhnlich und besonders reizvoll: Ein Spieler führte jeweils den ersten Zug, der Partner den nächsten — abgesprochene Züge waren nicht erlaubt. Das sorgte für Überraschungsmomente, schnelle Entscheidungen und viel Gelächter.

Kinder und Erwachsene hatten gleichermaßen großen Spaß an den abwechslungsreichen Partien. Zum Abschluss kaufte Werner Weller allen Kindern, die bis zum Ende geblieben waren, ein Eis — eine willkommene Abkühlung nach dem heißen Vormittag. 

Das Treffen am Seewoog war ein gelungener Start in die Sommersaison. Spiel, Spaß und gute Stimmung trotz Hitze. Alle Spieler gingen zufrieden nach Hause.

42. Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft

Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft

Am 27. Juni 2026 fand in Ettlingen (Baden Württemberg) die 42. Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft statt. Insgesamt traten 26 Mannschaften an.

Besonders ins Auge stach die Teilnahme des ukrainischen Supergroßmeisters Vasyl Ivanchuk, der als „Chucky“ weltberühmt ist. Ivanchuk spielte für den SC Remagen Sinzig gemeinsam mit drei polnischen Großmeistern und erwies sich einmal mehr als Ausnahmeerscheinung. Er erzielte starke 23 Punkte aus 25 Partien, gewann die überwiegende Mehrheit seiner Partien und spielte nur vier Remis. Mit dieser beeindruckenden Leistung trug er maßgeblich dazu bei, dass seine Mannschaft am Ende den Turniersieg holen konnte.

Manuel Weller, der für den SK Kaiserslautern antrat, berichtete von einem hochkarätigen Teilnehmerfeld. Viele sehr starke Blitzspieler waren am Start, wodurch die Partien schnell, intensiv und taktisch fordernd waren. Manuel lobte zugleich die Organisation: die Spielbedingungen seien gut gewesen und die Abläufe reibungslos.

Für Manuel war das Turnier vor allem eines: Spaß. Ohne Druck auf Ergebnisse ließ sich das schnelle Format genießen. Er nahm bereits zum fünften Mal an der Meisterschaft teil — nach seinen vorherigen Teilnahmen 2014, 2015, 2016 und 2017 — und zog ein positives Fazit.

Die 42. Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft in Ettlingen bot schnelles, spannendes Schach auf hohem Niveau. Die spannenden Partien und neuen Begegnungen bleiben noch lange in Erinnerung.

Westpfalz Grand-Prix

Erfolgreicher Auftakt des Westpfalz Grand-Prix beim SC Ramstein-Miesenbach Mit einem gelungenen Turniertag ist der Westpfalz Grand-Prix in seine neue Saison gestartet. Der Schachclub Ramstein-Miesenbach begrüßte zum ersten von insgesamt vier Turnieren der Serie 34 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region. Besonders erfreulich war die starke Beteiligung in der Altersklasse U10, in der gleich 16 Nachwuchsspieler an den Start gingen.

Von Beginn an herrschte eine angenehme Turnieratmosphäre. Eltern und Betreuer verhielten sich vorbildlich, sodass sich die jungen Schachspieler ganz auf ihre Partien konzentrieren konnten. Während in den jüngeren Altersklassen U10-U12 viele Begegnungen bereits nach wenigen Minuten entschieden waren, entwickelten sich bei den älteren Jugendlichen immer wieder spannende Partien mit Zeitnot auf beiden Seiten. Nach sieben Runden standen schließlich die Sieger in den fünf Altersklassen fest.

In der U10 setzte sich Max Wolf vom SC Mackenbach mit der optimalen Ausbeute von sieben Punkten aus sieben Partien souverän durch. Liam Kaplan vom gastgebenden SC Ramstein-Miesenbach belegte mit 5 Punkten Rang zwei vor Henry Luu aus Frankenthal mit ebenfalls 5 Punkten.

In der Altersklasse U12 ging der Turniersieg an Denys Shkliar vom SC Ramstein-Miesenbach. Mit fünf Punkten verwies er seinen Vereinskameraden Matvii Rozhkov auf Rang zwei. Den dritten Platz belegte Noah Zhang vom SC Mackenbach.

Auch in der U14 blieb der Turniersieg in Ramstein-Miesenbach. Liam Schäfer gewann mit 5,5 Punkten vor seinen Vereinskameraden Nathan Petrov und Vlad Neagu. In der U16 setzte sich Dima Shkliar vom SC Ramstein-Miesenbach vor Dominik Schmitt vom SC Weilerbach durch. Die U18 entschied Rajit Majumdar vom SK Kaiserslautern mit einer makellosen Bilanz von sieben Siegen für sich. Zweiter wurde Artem Ilchuk vom SC Ramstein-Miesenbach.

Bei der Siegerehrung erhielten die Erstplatzierten Pokale, zusätzlich wurden Sachpreise und zahlreiche Medaillen vergeben. Gerade bei den jüngsten Teilnehmern sorgten die Medaillen für große Freude und waren eine schöne Erinnerung an den Turniertag.

Auch abseits der Schachbretter war bestens für das Wohl der Teilnehmer und Besucher gesorgt.

Der SC Ramstein-Miesenbach bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Turniers beigetragen haben. Ebenso packten mehrere Jugendliche beim anschließenden Abbau tatkräftig mit an.

Der gelungene Auftakt macht Lust auf die Fortsetzung des Westpfalz Grand-Prix. Das nächste Turnier der vierteiligen Serie findet am 22. August beim SC Niedermohr-Hütschenhausen statt. Der Schachclub Ramstein-Miesenbach hofft auf eine noch größere Beteiligung der Vereine aus der Westpfalz und darauf, dass insbesondere viele Kinder der Altersklasse U10 den Einstieg in den Turnierschachsport finden.

Familie Usinger gewinnt 2. Familienschachturnier

Bereits zum zweiten Mal richtete der Schachclub Ramstein-Miesenbach sein Familienschachturnier aus. Unter dem Motto „Schach mal anders“ trafen sich am Sonntag, 21. Juni, sechs Familienteams zum Kräftemessen am Schachbrett. Zugelassen waren alle Familienkonstellationen – Eltern mit Kindern, Geschwisterteams oder Elternpaare.

Gespielt wurden fünf Runden Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie.

Was tun, wenn in der Familie nur ein Kind Schach spielt und die Eltern kaum Erfahrung haben? Kein Problem! So erhielt eine Mutter am Vortag und kurz vor Turnierbeginn noch einen Schnellkurs in den Grundregeln – und war anschließend mit großer Begeisterung dabei.

Nach einem klaren Auftaktsieg von Ben und Dimitrij Usinger gegen das Elternteam Vitali und Larissa Belkov gab es bereits in der zweiten Runde die erste Überraschung: Trotz ihrer Favoritenrolle musste sich Team Usinger mit einem Remis gegen Liam und Elisabeth Schäfer begnügen. Team Schäfer war sogar mit drei Geschwistern angereist – auch Schwester Lara kam im Laufe des Turniers zum Einsatz.

Damit entwickelte sich Team Schäfer zum Favoritenschreck. Auch gegen das Mitfavoritenteam Dima und Denys Shkliar gelang ein beachtliches Unentschieden.

Für zusätzliche Spannung sorgte das vereinsinterne Familienduell zwischen den Geschwistern Tim und Samson Belkov und ihren Eltern Larissa und Vitali. Trotz heftiger Gegenwehr mussten sich die Eltern schließlich mit 0:2 geschlagen geben.

Dass sich regelmäßiges Training auszahlt, musste auch das Team Liam und Rita Kaplan feststellen. Der Schnellkurs zu Turnierbeginn zeigte zwar bereits Wirkung, am Ende reichte es jedoch nur zum geteilten fünften Platz.

Nach fünf Runden lagen die Teams Usinger und Shkliar mit jeweils vier Punkten gleichauf. Selbst die Feinwertung brachte keine Entscheidung, sodass ein Stichkampf über den Turniersieg entscheiden musste. Mit verkürzter Bedenkzeit von nur noch zehn Minuten pro Spieler setzte sich schließlich Ben und Dimitrij Usinger durch und sicherte sich den Titel bei der 2. Familienschachmeisterschaft des Schachclubs Ramstein-Miesenbach.

Die drei erstplatzierten Teams wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Die übrigen Mannschaften erhielten Sachpreise.

Eistal-Schnellschach-Open

Am Sonntag, den 14. Mai, lockte das Eistal‑Schnellschach‑Open in Eisenberg Schachfreunde aus der Region zu einem intensiven Wettkampf. Gespielt wurden neun Runden im Format 10 Minuten + 5 Sekunden Inkrement. Im A‑Turnier traten insgesamt 21 Spieler an, darunter mit Simon Commercon und Oleg Yakovenko – zwei unserer Trainer sowie Philipp Rölle. Nach neun umkämpften Runden sicherte sich Oleg mit 6,5 Punkten den starken 2. Platz — eine Leistung, die sowohl taktische Schärfe als auch Ausdauer bewies. Simon belegte mit 5,5 Punkten einen respektablen 5. Rang und Philipp schloss das Feld mit 5 Punkten auf Platz 10 ab. Parallel dazu liefen das B‑ und C‑Turnier, die zusammengelegt wurden — hier gingen 29 Teilnehmer an den Start. In diesem großen Feld landete Werner Weller mit 4,5 Punkten auf dem 14. Platz. Ebenfalls 4,5 Punkte erreichte Nikjan Glastra und gewann damit den Ratingpreis für Spieler unter 1400 — eine tolle Auszeichnung für konstant gute Leistung. Dario Commercon sammelte 2 Punkte und steuerte damit wertvolle Erfahrungen für künftige Turniere bei. Wie immer beim Schnellschach waren viele vertraute Gesichter zu sehen und die Halle war erfüllt von konzentriertem Schweigen, dem Klicken der Uhren und gelegentlichem Jubel nach umkämpften Siegen. Es gab zahlreiche hochkonzentrierte, teils nervenaufreibende Duelle, die sowohl Spieler als auch Zuschauer begeisterten. Herzliche Gratulation an alle Sieger und Platzierten — und viel Erfolg bei den kommenden Turnieren! 

Rheinland-Pfälzische Fraueneinzelmeisterschaft

Vom 12. bis 14. Juni fanden in Eisenberg die Rheinland‑Pfälzischen Fraueneinzelmeisterschaften statt. Elf Spielerinnen traten an – darunter zwei Vertreterinnen des SC Ramstein‑Miesenbach: Lena Mader und Irina Muzyka.

Der dramatische Höhepunkt fiel bereits in der dritten Runde. Am Brett 1 traf Mariya Anissimova von der SG Trier 1877 e. V. auf Lena Mader. Die Partie begann um 15:30 Uhr und entwickelte sich zu einem wahren Marathon: Fünf Stunden spannungsgeladener Kampf lagen vor den beiden Kontrahentinnen. Schon in der Eröffnung sicherte sich Mariya einen leichten positionellen Vorsprung, den sie beharrlich weiter auszubauen versuchte. Lena verteidigte sich umsichtig, konsolidierte ihre Stellung im Mittelspiel und geriet keineswegs in Panik — im Gegenteil: nach dem Figurenabtausch und dem 40. Zug war die Partie objektiv ausgeglichen.

Schach besteht nicht nur aus Theorie, sondern verlangt den Spielern unter Zeitdruck auch menschliche Entscheidungen ab.

Nach rund 4 Stunden und 50 Minuten unterlief Lena ein folgenschwerer Fehler. Obwohl die Stellung laut Engine weiterhin ausgeglichen war, führten die praktischen Züge am Brett zu einer Verschlechterung — und schließlich zur Niederlage. Damit war die Entscheidung um die Meisterschaft schon am Samstagabend gefallen.

Am Sonntag standen noch zwei Runden an. Sowohl Mariya als auch Lena gewannen beide Partien. Am Ende stand ein perfektes Ergebnis: Mariya holte 5 aus 5 und krönte sich zur Rheinland‑Pfalz‑Meisterin. Lena belegte mit 4 aus 5 den zweiten Platz, Irina erreichte mit 2,5 aus 5 den fünften Rang.

Wir gratulieren allen Spielerinnen zu ihren starken Leistungen und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und spannende Partien!