Familie Usinger gewinnt 2. Familienschachturnier

Bereits zum zweiten Mal richtete der Schachclub Ramstein-Miesenbach sein Familienschachturnier aus. Unter dem Motto „Schach mal anders“ trafen sich am Sonntag, 21. Juni, sechs Familienteams zum Kräftemessen am Schachbrett. Zugelassen waren alle Familienkonstellationen – Eltern mit Kindern, Geschwisterteams oder Elternpaare.

Gespielt wurden fünf Runden Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie.

Was tun, wenn in der Familie nur ein Kind Schach spielt und die Eltern kaum Erfahrung haben? Kein Problem! So erhielt eine Mutter am Vortag und kurz vor Turnierbeginn noch einen Schnellkurs in den Grundregeln – und war anschließend mit großer Begeisterung dabei.

Nach einem klaren Auftaktsieg von Ben und Dimitrij Usinger gegen das Elternteam Vitali und Larissa Belkov gab es bereits in der zweiten Runde die erste Überraschung: Trotz ihrer Favoritenrolle musste sich Team Usinger mit einem Remis gegen Liam und Elisabeth Schäfer begnügen. Team Schäfer war sogar mit drei Geschwistern angereist – auch Schwester Lara kam im Laufe des Turniers zum Einsatz.

Damit entwickelte sich Team Schäfer zum Favoritenschreck. Auch gegen das Mitfavoritenteam Dima und Denys Shkliar gelang ein beachtliches Unentschieden.

Für zusätzliche Spannung sorgte das vereinsinterne Familienduell zwischen den Geschwistern Tim und Samson Belkov und ihren Eltern Larissa und Vitali. Trotz heftiger Gegenwehr mussten sich die Eltern schließlich mit 0:2 geschlagen geben.

Dass sich regelmäßiges Training auszahlt, musste auch das Team Liam und Rita Kaplan feststellen. Der Schnellkurs zu Turnierbeginn zeigte zwar bereits Wirkung, am Ende reichte es jedoch nur zum geteilten fünften Platz.

Nach fünf Runden lagen die Teams Usinger und Shkliar mit jeweils vier Punkten gleichauf. Selbst die Feinwertung brachte keine Entscheidung, sodass ein Stichkampf über den Turniersieg entscheiden musste. Mit verkürzter Bedenkzeit von nur noch zehn Minuten pro Spieler setzte sich schließlich Ben und Dimitrij Usinger durch und sicherte sich den Titel bei der 2. Familienschachmeisterschaft des Schachclubs Ramstein-Miesenbach.

Die drei erstplatzierten Teams wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Die übrigen Mannschaften erhielten Sachpreise.

Eistal-Schnellschach-Open

Am Sonntag, den 14. Mai, lockte das Eistal‑Schnellschach‑Open in Eisenberg Schachfreunde aus der Region zu einem intensiven Wettkampf. Gespielt wurden neun Runden im Format 10 Minuten + 5 Sekunden Inkrement. Im A‑Turnier traten insgesamt 21 Spieler an, darunter mit Simon Commercon und Oleg Yakovenko – zwei unserer Trainer sowie Philipp Rölle. Nach neun umkämpften Runden sicherte sich Oleg mit 6,5 Punkten den starken 2. Platz — eine Leistung, die sowohl taktische Schärfe als auch Ausdauer bewies. Simon belegte mit 5,5 Punkten einen respektablen 5. Rang und Philipp schloss das Feld mit 5 Punkten auf Platz 10 ab. Parallel dazu liefen das B‑ und C‑Turnier, die zusammengelegt wurden — hier gingen 29 Teilnehmer an den Start. In diesem großen Feld landete Werner Weller mit 4,5 Punkten auf dem 14. Platz. Ebenfalls 4,5 Punkte erreichte Nikjan Glastra und gewann damit den Ratingpreis für Spieler unter 1400 — eine tolle Auszeichnung für konstant gute Leistung. Dario Commercon sammelte 2 Punkte und steuerte damit wertvolle Erfahrungen für künftige Turniere bei. Wie immer beim Schnellschach waren viele vertraute Gesichter zu sehen und die Halle war erfüllt von konzentriertem Schweigen, dem Klicken der Uhren und gelegentlichem Jubel nach umkämpften Siegen. Es gab zahlreiche hochkonzentrierte, teils nervenaufreibende Duelle, die sowohl Spieler als auch Zuschauer begeisterten. Herzliche Gratulation an alle Sieger und Platzierten — und viel Erfolg bei den kommenden Turnieren! 

Rheinland-Pfälzische Fraueneinzelmeisterschaft

Vom 12. bis 14. Juni fanden in Eisenberg die Rheinland‑Pfälzischen Fraueneinzelmeisterschaften statt. Elf Spielerinnen traten an – darunter zwei Vertreterinnen des SC Ramstein‑Miesenbach: Lena Mader und Irina Muzyka.

Der dramatische Höhepunkt fiel bereits in der dritten Runde. Am Brett 1 traf Mariya Anissimova von der SG Trier 1877 e. V. auf Lena Mader. Die Partie begann um 15:30 Uhr und entwickelte sich zu einem wahren Marathon: Fünf Stunden spannungsgeladener Kampf lagen vor den beiden Kontrahentinnen. Schon in der Eröffnung sicherte sich Mariya einen leichten positionellen Vorsprung, den sie beharrlich weiter auszubauen versuchte. Lena verteidigte sich umsichtig, konsolidierte ihre Stellung im Mittelspiel und geriet keineswegs in Panik — im Gegenteil: nach dem Figurenabtausch und dem 40. Zug war die Partie objektiv ausgeglichen.

Schach besteht nicht nur aus Theorie, sondern verlangt den Spielern unter Zeitdruck auch menschliche Entscheidungen ab.

Nach rund 4 Stunden und 50 Minuten unterlief Lena ein folgenschwerer Fehler. Obwohl die Stellung laut Engine weiterhin ausgeglichen war, führten die praktischen Züge am Brett zu einer Verschlechterung — und schließlich zur Niederlage. Damit war die Entscheidung um die Meisterschaft schon am Samstagabend gefallen.

Am Sonntag standen noch zwei Runden an. Sowohl Mariya als auch Lena gewannen beide Partien. Am Ende stand ein perfektes Ergebnis: Mariya holte 5 aus 5 und krönte sich zur Rheinland‑Pfalz‑Meisterin. Lena belegte mit 4 aus 5 den zweiten Platz, Irina erreichte mit 2,5 aus 5 den fünften Rang.

Wir gratulieren allen Spielerinnen zu ihren starken Leistungen und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und spannende Partien!

Niederländische Militärschachmeisterschaft

Am 4. Juni 2026 fand in Stroe (Niederlande) die niederländische Militärschachmeisterschaft statt — die erste Ausgabe dieses Wettbewerbs seit den 1990er-Jahren. Gespielt wurden neun Runden im Schnellschachmodus mit 15 Minuten Bedenkzeit plus 5 Sekunden Inkrement. Das Teilnehmerfeld umfasste 37 Spieler, von unerfahrenen Online-Spielern bis hin zu Internationalen Meistern, mit einer starken Spitze (Top 16 alle über 1800 Elo) war das Turnier anspruchsvoll und gut besetzt.

Aus Ramstein-Miesenbach trat Nickjan Glastra an, begleitet von seinem Bruder Finch Glastra. Nickjan zeigte ein wechselhaftes, aber oft beeindruckendes Turnier. In der ersten Runde spielte er mit Weiß gegen einen erfahrenen deutschen Spieler (etwa 2000 Elo), kam gut aus der Eröffnung, baute Druck auf und verwertete schließlich eine vorteilhafte Endspielstellung zum Sieg. In der zweiten Runde lag er zunächst leicht zurück, konnte jedoch zunehmend Druck aufbauen, ein Fehler des Gegners ermöglichte ihm schließlich mit einem spektakulären Damenopfer das Matt. In Runde drei traf er auf den Internationalen Meister Chiel van Oosterom — der Gegner erwies sich als zu stark, sodass Nickjan die Partie verlor, nachdem er sich in Eröffnung und Mittelspiel respektabel geschlagen hatte. Die weiteren Runden verliefen wechselhaft mit starken und weniger gelungenen Partien. Den größten Glanzpunkt setzte Nickjan in der achten Runde: In einer taktisch aufgeladenen Partie opferte er Material und konnte am Ende ein schönes Matt erzielen. In der Schlussrunde spielte er um den zehnten Platz, erreichte eine gewonnene Stellung, verlor jedoch unglücklich auf Zeit.

Mit 4,5 Punkten belegte Nickjan am Ende Platz 18. Er zieht eine positive Bilanz: starke Gegner, sehenswerte Partien und die bislang beste Leistung bei einem Schachturnier — zudem erzielte er einen halben Punkt mehr als sein Bruder Finch. Herzlichen Glückwunsch an Nickjan Glastra und weiterhin viel Erfolg!

Vorstandssitzung am 9. Juni

Vorstandssitzung am 9. Juni

Am Dienstag, den 9. Juni, fand die Vorstandssitzung des Vereins statt. Auf der Tagesordnung standen folgende Themen:

• Rückblick auf die vergangenen Turniere und Meisterschaften sowie Ausblick auf die bevorstehenden Wettbewerbe.

• Diskussion von Maßnahmen zur Belebung des Vereinslebens am Freitagabend ab 20:00 Uhr.

• Bericht zu Mitgliedsbewegungen: Neuzugänge und Abgänge.

• Vorstellung des neuen Spiels „Vereinsquartett“, das von der Deutschen Schachjugend entwickelt wurde. Das Quartett enthält 64 Vereine aus Süd- und Norddeutschland, unser Verein ist darin auf der Karte verzeichnet. Das Spiel ist käuflich erhältlich.

• Abstimmung über Spieltermine und Mannschaftsaufstellungen für die kommende Saison.

• Planung des Grillfestes am Seewoog am 15. August.

Wir wünschen dem Schachclub viel Erfolg bei der Umsetzung der besprochenen Vorhaben!

Deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM LV)

Vom 4. bis 7. Juni fanden in Braunfels (Hessen) die Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften der Landesverbände statt. Über 100 Spielerinnen aus ganz Deutschland nahmen am Turnier teil. Gespielt wurden fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den verbleibenden Part und einer 30‑Sekunden-Inkrement pro Zug. Insgesamt traten 12 Mannschaften an, jede Mannschaft bestand aus acht Stammspielerinnen plus Ersatzspielerinnen. Der Kampfgeist war über das ganze Turnier spürbar, besonders an den Spitzenbrettern, wo oft hart um jede Gewinnchance gerungen wurde.

Für die Mannschaft Rheinland-Pfalz verlief das Turnier wie gewohnt kämpferisch. In den vergangenen Jahren war ihr Ziel, vor dem Saarland zu landen — ein Ziel, das bisher stets erreicht wurde. Dieses Jahr war allerdings keine saarländische Mannschaft gemeldet, sodass sich die Konkurrenz anders darstellte. Die Spielstärke unserer ersten Bretter entsprach dabei teilweise der Stärke der hinteren Bretter bei den führenden Verbänden, etwa Nordrhein-Westfalen — ein Hinweis auf das hohe Niveau der Spitze. Dennoch gilt: Dabeisein ist alles!

Abends traf sich unsere Mannschaft regelmäßig zum gemeinsamen Essen. Es entstanden schöne, gesellige Abende, an denen viel analysiert, erzählt und gelacht wurde. Dieses viertägige Miteinander hat die Mannschaft enger zusammengeschweißt und bleibt allen in guter Erinnerung.