201925

2. Pfalzliga West

Dieser Spieltag stand unter dem Motto „Pleiten, Pech und Patzer“:
Auch wenn unsere 2. Mannschaft zwei Spieler an die 1. Mannschaft abgeben musste und sie daher an jedem Brett anhand der DWZ schwächer waren, so hätte der Spieltag gegen die Nachbarn aus Weilerbach nicht so deutlich mit 2 zu 6 ausgehen müssen.
Aber der Reihe nach:
Auch an diesem Spieltag startete man zuerst mit nur sieben Spielern, doch glücklicherweise fand unser Spitzenbrettspieler rechtzeitig die Spielstätte, sodass die Partie gegen den amtierenden Bezirksmeister losgehen konnte.
Robert ging direkt in den Angriffsmodus über, während Stefans Gegner an Brett Zug für Zug seine Stellung verbesserte.
Daniel unterlief ein Fehler in der Eröffnung und musste eine Leichtfigur hergeben, kämpfte aber weiter.
Horst öffnete die geschlossene Stellung, um einen Bauern zu gewinnen. Riskant, könnte aber gut ausgehen.
Bei Katharina an Brett 5 kam es zu einem Aufeinandertreffen eines ehemaligen 1. Mannschaftsspielers unseres Vereins. Katharina kam gut aus der Eröffnung raus, aber Bernd erhöhte den Druck und opferte dann sogar seinen Läufer, um einen Angriff zu starten. Die Annahme des Opfers wäre allerdings fatal gewesen.
An Brett 6 ergab sich eine solide, geschlossene Stellung, in der beide Spieler weder etwas tauschen noch angreifen wollten.
Bei unseren beiden Aushilfsspielern sah es gut aus: Peter konnte durch eine taktische Feinheit einen Bauern gewinnen und verbesserte dann peu á peu sein Positionsspiel. Auch Alfred setzte seinen Gegner mehr und mehr unter Bedrängnis.
Dann ging es Schlag auf Schlag:
Die offene Stellung von Horst entwickelte sich zu seinem Nachteil, nachdem sein Gegner die offene Linie mit beiden Türmen besetzen konnte und dadurch einen Angriff auf den König einleitete. Nachdem schon ein Bauer verloren ging, konnte der Weilerbacher durch weitere Schachdrohungen auch noch eine Figur gewinnen. Das sah auch Horst und gab vorher auf.
1 – 0 für die Gastgeber
Auch bei Daniel machte sich der Figureverlust immer mehr bemerkbar. Des Weiteren tickte die Uhr erbarmungslos runter.
2 – 0
Roberts Angriff wurde schärfer, sein Gegner verteidigte aber ruhig weiter.
Stefan wickelte in ein für ihn schlechteres Endspiel ab: mit Dame und zwei Leichtfiguren auf dem Brett kann es aber auch leicht umschlagen, sodass Stefan weiterspielte.
Katharina ist nach dem nicht-angenommenen Opfer etwas aus der Spur geraten und rennt dann auch in eine Gabel. Anfangs sah diese verheerend aus, aber nachdem die Damen abgetauscht waren, hatte man mit den zwei Figuren für den Turm erheblich mehr Spielmöglichkeiten als der Gegner.
An Brett 6 ergriff in Erichs Partie immer noch keiner die Initiative, sodass die Partie weiterhin sehr ausgeglichen war.
Peter konnte seinen Mehrbauern weiter verwerten, denn sein Gegner stellte ihm jetzt weitere Mehrbauern zur Verfügung, die er dankend annahm.
Stefan musste dann nach einiger Zeit einsehen, dass das Endspiel nach dem Damentausch nicht mehr gehalten werden kann.
3 – 0
Direkt darauf erfolgte der erste Lichtblick des Tages: Alfred konnte durch einen Taktiktrick eine Figur und somit auch die Partie gewinnen.
3 – 1
Das Rechnen ging los: Würde es evtl. zu einem 4 – 4 reichen?
Robert hatte einen ansprechenden Königsangriff, Katharina war in einem Endspiel mit mehr Spielraum, doch der Gegner konnte seinen Freibauern langsam vorwärts laufen lassen. Erichs Stellung war weiterhin ausgeglichen und Peter war in einem wesentlich besseren Endspiel.
Es ging in die sogenannte Crunch-Time: die Uhren tickten teilweise zu unseren Ungunsten.
Im Angriff vertieft übersieht Robert den finalen Schlag seines Gegners und verliert einen Turm.
4 – 1
Mit der letzten Minute auf der Uhr schafft Katharina den 40. Zug, muss aber einsehen, dass der Freibauer „ins gelobte Land“ schaut und gibt ebenfalls auf
5 – 1
Erichs Gegner reklamiert Zeit: Durch die geschlossene Stellung etwas eingelullt, hatte Erich die Zeit nicht im Blick und verliert auf Zeit.
6 – 1
Peter hat mittlerweile fünf Mehrbauern. Sein Gegner versucht seinen letzten Trick: das Dauerschach.
Der Mannschaftsführer unserer dritten Mannschaft überlegt lange, sieht den richtigen Zug und sein Gegner gibt auf.
6 – 2
Auch wenn die Niederlage verdient war, so war die Höhe durchaus etwas überraschend. Die beiden „Aushilfen“ haben uns vor einer deutlich höheren Niederlage bewahrt. Durch den Gewinn der TSG Eisenberg (5,5 – 2,5 gegen TV Winnweiler) haben wir die „rote Laterne“ überreicht bekommen.
Diese wollen wir natürlich wieder los werden!
Am 22. Dezember spielen wir zu Hause gegen den TSG Eisenberg, den wir mit einem Sieg tabellarisch einholen könnten.

Brett SC Weilerbach SC Ramstein-Miesenbach 2 Ergebnis
1 Trepkowski, Piotr Keough, Robert W. 1 – 0
2 Nogatz, Falco Weiß, Stefan, Dr. 1 – 0
3 Kettering, Werner Kolter, Daniel 1 – 0
4 Enkrodt, Ulrich Frei, Horst 1 – 0
5 Lange, Bernd Pletsch, Katharina 1 – 0
6 Stemler, Bernd Naßhan, Erich 1 – 0
7 Geib, Jürgen Hamberger, Peter 0 – 1
8 Schaser, Wolfgang Pfeiffer, Alfred 0 – 1

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